Tipps für Ihr neues Gartenhaus von zweckmäßig bis gemütlich

Ein Gartenhaus hat einen hohen Nutzwert und ist für jedes Grundstück eine Bereicherung. Es eignet sich für das Unterstellen von Gartengeräten bis hin zum gemütlichen kleinen Häuschen mit Wohncharakter im Garten. Je nach persönlichem Bedarf und Zweck stellen wir Ihnen nachfolgend einige interessante Ideen für das ideale Gartenhaus vor.

Das Gartenhaus für Ihren individuellen Anspruch

Das Gartenhaus wählen Sie am besten individuell zu Ihren persönlichen Ansprüchen und der benötigten Funktionalität. Neben der Größe, Form und Farbe stellt sich die Frage, aus welchem Material das Gartenhaus sein soll. Jedes Material hat verschiedene Vor- und Nachteile, die wir Ihnen nachfolgen zusammengefasst ausführen möchten.

Ein Gartenhaus aus Holz:

Gartenhaus Holz gemütlich

Ein klassisches Gartenhaus ist aus Holz. Es besteht häufig aus Blockbohlen, die ineinander gesteckt werden. Dabei muss das dafür in der Regel verwendete Nadelholz gegen Feuchtigkeit, Moose, Algen und Schimmel behandelt werden. Dafür gibt es spezielle Lasuren und Lacke im Fachhandel. Das regelmäßige Streichen eines Gartenhauses aus Holz ist mit Aufwand und Kosten verbunden und kann daher als Nachteil angesehen werden. Die Langlebigkeit und die Wohnqualität im Inneren sprechen aber wiederum für das Material. Die Behaglichkeit von Holz als Naturmaterial kann mit Metall oder Kunststoff nicht erreicht werden. Wir empfehlen ein Gartenhaus aus Holz insbesondere dann, wenn es über die Zweckmäßigkeit eines Schuppens hinausgehen soll und ein Gartenhaus mit Wohncharakter gewünscht wird. Gerade bei großen Gartenhäusern spricht auch das Preis-Leistungsverhältnis für ein Blockbohlenhaus aus Nadelholz.

Ein Gartenhaus aus Metall:

Schuppen GerätehausEin Gartenhaus aus Metall ist in erster Linie funktional und daher für ein kleines Gartenhaus, in dem vorwiegend Gartengeräte, der Rasenmäher, Schubkarren usw. platziert werden sollen. Die meisten hochwertigen Gartenhäuser aus Metall sind aus feuerverzinktem Stahlblech, das zudem pulverbeschichtet ist. Dadurch sind die Materialen gegen Korrosion geschützt und haben meist sogar eine mehrjährige Garantie auf Wetter-Beständigkeit und Rostschutz. Der Vorteile eines Gartenhauses aus Metall ist, dass dieses nicht gestrichen werden muss. Somit fallen zusätzliche Kosten für Lasuren oder Lacke und regelmäßiger Aufwand für das Streichen wie beim Gartenhaus aus Holz komplett weg. Nachteilig beim Gartenhaus aus Metall ist, dass diese meist nur mit einer Schiebetür am Eingang aber ohne Fenster gearbeitet sind. Dadurch hast es einen in erster Linie zweckmäßigen Charakter.

Ein Gartenhaus aus Kunststoff:

Gartenhaus eingewachsenAuch beim Gartenhaus aus Kunststoff steht in der Regel die Funktionalität und weniger die Wohnqualität im Vordergrund. Häufig sind Kunststoff-Gartenhäuser eher als kleinere Gerätehäuser konzipiert, es gibt sie aber je nach Preisklasse auch in Varianten mit Fenstern. Das Material ist pflegeleicht und wartungsfrei. Es muss wie die pulverbeschichteten Gartenhäuser aus Metall nicht gestrichen werden. Die Reinigung kann sogar mit dem Gartenschlauch erfolgen, schließlich ist eine Korrosion unmöglich. Der Aufbau eines Kunststoff-Gartenhauses ist auch für den Laien möglich und erfordert keine speziellen Werkzeuge oder Bohrungsarbeiten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Verhältnis zu einem Holz-Gartenhaus allerdings deutlich schlechter, weil die verwendeten Materialien relativ teuer sind und gerade bei größeren Abmessungen und Bodenflächen mehrere tausend Euro an Kosten anfallen.

Alternative Materialien:

Zu den vorgestellten Materialien gibt es auch massive Gartenhäuser aus Stein. Diese sind allerdings eher selten in Gärten zu finden und daher die Ausnahme. Der Aufbau eines massiven „Stein-auf-Stein“ errichteten Hauses erfordert viel Zeit, Kosten und Materialien, die bei einem bereits angelegten Garten kaum möglich sind ohne diesen in Mitleidenschaft zu ziehen. Bei einem Neubau eines Einfamilienhauses kann generell überlegt werden, ob auch ein Gartenhaus von vorherein auf einem dafür angelegten Bereich im Garten konzipiert werden muss. Hier sind allerdings dann auch die Bauvorschriften und die trotz vorhandener Logistik erheblich höheren Kosten mit zu kalkulieren. Auch Glas als Material ist eine weitere Alternative, wobei man hierbei dann in der Regel nicht mehr von einem Gartenhaus sondern von einem Gewächs- oder Pflanzhaus spricht. Glas wird immer dann verwendet, wenn besonders viel Licht oder Wärme benötigt wird. Das ist in der Regel für Pflanzen, nicht aber für die üblichen Utensilien eines Gartenhauses erforderlich.

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Die schönsten Sommerblumen für das Gartenbeet

Mit dem Beginn des Monats Juni stehen die Sommermonate vor der Tür. Für diese herrliche Zeit gibt es nun zahlreiche Sommerblüher, mit denen Sie das Gartenbeet in voller Pracht erstrahlen lassen können. Wir stellen Ihnen einige der schönsten Blühpflanzen vor und geben Ihnen Tipps zur Pflanzung und dem Standort.

Sonnenblumen

SonnenblumeDie Sonnenblume kann selbst gesät oder auch bereits vorgetrieben im Pflanztop gekauft werden. Die meisten Sorten und Varianten gibt es bei den Sonnenblumenkernen, die Sie selbst in die Erde stecken. Ab April bis Mai kann man je nach Temperaturen im freien Aussäen. Auch jetzt im Juni können Sonnenblumen noch ausgesät werden. Von der Saat bis zur Blüte dauert es zwischen 8 bis 12 Wochen. Ein zusätzlicher Tipp ist, nicht alles auf einmal zu säen sondern erteilt über ca. 4 Wochen. Dadurch keimen die Pflanzen unterschiedlich früh aus und die Blütezeit verlängert sich bis in den Herbst. Der ideale Standort für Sonnenblumen ist sonnig oder zumindest halbschattig bis sonnig. Es gibt Sonnenblumen in den Wuchshöhen von ca. 80cm bis weit über 250cm. Die vorgetriebenen Sorten im Pflanztop sind meist nur 30 – 40cm groß und klassisch gelb. Sehr schön sind auch farbige Sonnenblumen in Rot- oder Orange-Tönen. Tipp: Wenn Sie sich eine Tüte Sonnenblumenkerne als Varianten-Mix holen, dann wird es eine Überraschung welche Farben und Größen daraus entstehen.

Alle wesentlichen Tipps zur Sonnenblume:

– Standort: sonnig, je sonniger umso intensiver die Blütenausbildung, möglichst windgeschützt bei hohen Sorten
– Gießen: Insbesondere während der Keimphase häufig gießen, danach feucht halten aber keine Staunässe
– Blütezeit: von Juni bis Oktober je nachdem, wann die Sonnenblumenkerne gepflanzt wurden

Hortensien

HortensieDie Hortensie wird als vorgetriebene Pflanze im Pflanztopf gekauft und in den Pflanzkübel oder direkt in den Garten gepflanzt. Eine Hortensie kann als Busch sehr groß werden, weshalb sich ein Standort empfiehlt mit ausreichend Platz zum Ausbreiten und möglichst im Schatten. Die Hortensie kann vom Frühling bis in den Spätsommern ausgepflanzt werden und sollten vorher in Wasser getaucht werden, damit sich die Wurzeln vollsaugen. Wie bei allen frisch gepflanzten Stauden oder Sträuchern sollten Sie darauf achten, die Pflanze regelmäßig zu gießen und ein Austrocknen im Sommer zu vermeiden. Besonders auffällig bei Hortensien sind die ausgeprägten Farben. Es gibt Hortensien in Rosé bis hin zu Flieder, Lila oder Blau. Auch Weiß als Farbe gehört zu den Klassikern und wirkt gerade bei Hortensien sehr edel. Die Haupt-Blütezeit geht bis Juli, wobei es auch Sorten gibt, die bis in den Spätsommer immer wieder neue Blüten austreiben.

Alle wesentlichen Tipps zur Hortensie:

– Standort: bevorzugt Schatten bei sonnigem Standort erhöhtes Gießen und Pflegen mit Nährstoffen erforderlich
– Gießen: regelmäßig Gießen und im Sommer ein Austrocknen unbedingt vermeiden
– Blütezeit: von Juni bis September je nach Sorte und Fähigkeit zum Wiederaustreiben von Blüten

Astern

AsterAuch Astern gehören zu den wunderschönen Sommerblühern, wobei man hier zwischen Sommer-Astern und Herbst-Astern unterscheidet. Die Sommer-Aster hat eine Blütezeit ab Juli, während die Herbst-Aster ab August bis September blüht. Astern gibt es in verschiedenen Farben, am häufigsten sind sie in Rosa, Lila und Weiß. Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein, keine Staunässe. Die Aster bevorzugt Nährstoffe im Boden, daher können Sie z.B. ideal mit Kompost düngen. Die Aster ist auch hervorragend für den Steingarten geeignet. Man unterscheidet etwa 180 verschiedene Arten von Astern, die teils etwas unterschiedliche Vorlieben und Pflege bedürfen. Ein Tipp ist es, verschiedene Sorten von Astern im Garten zu kombinieren um die Blütezeit möglichst über die gesamte Gartensaison auszuweiten. Es gibt Frühblüher, die bereits ab Mai in Blüte stehen und Spätblüher, die je nach Wetterlage bis in den Oktober Ihre Blüte halten.

Alle wesentlichen Tipps zur Aster:

– Standort: sonnig mit möglichst nährstoffreichem Boden
– Gießen: durch die Eignung für Steingärten auch geeignet in trockenen Phasen zu gedeihen, benötigt wenig zusätzliches Gießwasser
– Blütezeit: von Juli bis September je nach Sorte und Wahl von Sommer- oder Herbst-Aster

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Rosen in den Garten Pflanzen

In jeden Garten gehören schöne Rosen. Jetzt ist neben dem Herbst die ideale Pflanzzeit für Rosen. Im Mai und Juni ist je nach Sorte die Hauptblütezeit. Ein Vorteil von Rosen ist, dass diese bei richtiger Pflege und regelmäßigem Schnitt bis in den ersten Frost hinein blühen können. Die späteren Blüten sind zwar weniger ausgeprägt, aber einzelne Rosenblüten können bis in den Oktober hinein noch Freude bereiten. Wir geben Ihnen nachfolgen Tipps für den idealen Standort sowie die nötigen Handgriffe, damit das Pflanzen in den Garten gelingt.

Der ideale Standort für Rosen

Standort für RosenWählen Sie einen möglichst sonnigen Standort aus und sorgen Sie für ein Erdreich, das wasserdurchlässig und tief gelockert ist. Ein zu schattiger Standort ist nicht ratsam, ebenso wenig wie Staunässe. Es gibt auch Rosensorten, die für halbschattige Standorte geeignet sind und hier gut gedeihen und blühen. Das sollten Sie bei der Auswahl der bevorzugten Rosensorte gegebenfalls beachten. Beim Boden müssen verdichtete Bereiche unbedingt aufgelockert und mit geeigneten Mitteln wie z.B. Humus verbessert werden, um eine ideale Wasserdurchlässigkeit zu erreichen.

Wurzelnackte Rosen und getopfte Rosen unterscheiden

Rosen werden häufig wurzelnackt oder mit verpacktem Wurzelballen angeboten. Diese werden zwischen Oktober bis April, Mai gepflanzt. Ab dem Sommer sollten Sie nur noch getopfte Rosen kaufen, welche ganzjährig gepflanzt werden können. Bei wurzelnackten Rosen müssen beschädigte und abgeknickte Wurzeln unbedingt entfernt werden. Kürzen Sie mit einer Schere die Wurzeln bis auf ca. 20cm ein. Auch die Triebe werden eingekürzt, sodass je Trieb etwa 5 Augen oder auch bereits ausgetriebene Knospen stehen bleiben.

Die Wurzeln vor dem Pflanzen wässern

wurzelnackte Rosen wässernDieser Schritt ist einen Tag vor der eigentlichen Pflanzung vorzubereiten. Ein gekaufter wurzelnackter Rosenstock muss zunächst für einige Stunden in Wasser gelegt werden, damit sich die Wurzeln vollsaugen können. Je nach Jahreszeit muss dies zwischen 8 bis 24 Stunden gemacht werden. Im Frühling lassen Sie die Rose bitte für einen ganzen Tag die kompletten 24 Stunden im Wasserbad, im Herbst sind acht Stunden ausreichend. Dafür geeignet ist ein Eimer, den Sie im Garten mit Wasser befüllen und mit den Rosen stehen lassen. Die Rose muss bis zur Veredelungsstelle mit Wasser bedeckt sein. Damit gemeint ist die verdickte Stelle oberhalb der Wurzeln.

Das Pflanzloch ausheben und den Boden verbessern

Es wird für einen Rosenstock ein Pflanzloch von mindestens einem halben Meter ausgehoben. Dabei gilt jeweils 50cm x 50cm x 50cm in der Breite, Länge und Tiefe auszuheben. Diese Tiefe ist wichtig, damit die Wurzeln beim Pflanzen nicht abgeknickt werden. Sofern an der gleichen Stelle bereits Rosen gestanden haben, darf der Aushub nicht mehr verwendet werden. Der Boden wird aufgrund der Bodenmüdigkeit ausgetauscht. Es empfiehlt sich spezielle Rosenerde zu verwenden, die es im Baumarkt oder einer Gärtnerei zu kaufen gibt. Sofern Sie den Aushub wieder verwenden können und möchten, mischen Sie diesen mit Rosenerde und einem Teil Humus.

Die Rose einpflanzen

Rosen pflanzenBeachten Sie die wichtige Grundregel, dass die Rose so tief ins Erdreich gepflanzt wird, bis die Veredelungsstelle komplett mit Erde bedeckt ist. Die Veredelungsstelle ist der dicke Bereich, aus dem alle Triebe austreten. Diese muss etwa 3-5 Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche liegen.  Das ist wichtig, damit die Veredlungsstelle nicht harten Witterungseinflüssen wie praller Sonne ausgesetzt wird. Pflanzen Sie die Rose gerade und treten Sie die lose Erde gut fest. Es empfiehlt sich einen Gießrand anzulegen. Dabei machen Sie eine leichte Vertiefung rund um das Pflanzloch, damit hier das Gießwasser stehen bleibt und langsam ins Erdreich einsickern kann.

Die Pflege der Rosen

Ausreichendes Wässern ist gerade bei frisch gepflanzten Rosen sehr wichtig. Sie können täglich am besten abends bei nicht mehr direkter Sonneneinstrahlung gießen. Sofern es bereits geregnet hat, wird nicht noch zusätzlich gewässert. Entscheidend ist nur, dass die Rosen nicht über längere Zeit austrocken. Zu viel Nässe oder gar Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Ein zusätzlicher Hinweis bei frisch gepflanzten Rosen. Die ersten 6 – 8 Wochen darf auf keinen Fall zusätzlich gedüngt werden. Ein Langzeitdünger ist erst im zweiten Jahr nach der Pflanzung empfehlenswert. Bis Juli kann mit einem organischen Dünger die Blüte verbessert werden. Danach wird nicht mehr gedüngt. Vermeiden Sie bitte nicht für Rosen geeignete Düngemittel wie z.B. Blaukorn.

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Rosen zurück schneiden, Frostschäden entfernen und der ideale Formschnitt

Nachdem die kalten Temperaturen langsam aber sicher überstanden sind, ist es an der Zeit einem Klassiker im Garten besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Rose steht vor dem Austrieb und ist bereit für die Hauptblüte. Damit Sie besonders viel Freude an diesen schönen Blüten haben, zeigen wir Ihnen was es zu beachten gibt. In diesem zweiteiligen Artikel erklären wie Ihn1430en, wie Sie Rosen richtig zurück schneiden und neue Rosen pflanzen.

Die Rosen auf Frostschäden untersuchen

Rosen FrostschädenDer erste und wichtigste Schritt bei älteren Rosen ist es, diese auf Frostschäden aus dem vergangen Winter zu untersuchen. In der Regel schneidet man die Rosen bereits nach der letzten Blüte im Spätherbst etwas zurück und macht den Formschnitt nach dem Winter. Trotz dem üblichen Frostschutz, wie speziellen Schutzhauben aus Flies bleiben diese nicht aus. Auch natürlicher Frostschutz wie Tannenzweige oder das weiter verbreiteten Anhäufeln mit Erde um den Rosenstock herum bieten, können Schäden an der Pflanzen niemals vollständig vermeiden. Es gilt die Grundregel, dass Sie alles was im Holz dunkel geworden ist heraus schneiden sollten. Frostschäden sind meist dunkelgrau bis braun-schwarz.

Eine Rose können Sie auch stark zurück schneiden, ohne den Rosenstock damit zu beschädigen. Das Schneiden ist erforderlich um die Rosen gesund zu stark zu halten. Daher haben Sie bitte Mut beim Entfernen der beschädigten Triebe und entfernen diese großzügig. Es empfiehlt sich die geschnittenen Bereiche zu beobachten. Teilweise verdorren einzelne Triebe trotz des Rückschnitts komplett und werden zu sogenanntem toten Holz. In diesem Fall schneiden Sie nach 1-2 Wochen diese Stellen komplett bis zum Haupttrieb oder nötigenfalls bis zur Veredelungsstelle ab.

Der Formschnitt einer Rose

Nachdem alle Frostschäden beseitigt sind und totes Holz entfernt wurde, sollten Sie sich die Rose genau anschauen. Nicht alle Triebe sollten bestehen bleiben. Nach innen wachsende Triebe werden für einen Formschnitt entfernt. Damit sind die Triebe gemeint, die entgegen der Wuchsrichtung zum Inneren des Rosenstocks zeigen. Man kann sich das einfach merken, indem man sich einen Rosenstrauß vorstellt. Dabei werden einzelne Rosen immer leicht nach außen gewinkelt gebunden. Beim Formschnitt der Rose werden alle Triebe entfernt, die dem entgegenstehen. Die nach innen wachsenden Triebe nehmen Licht und begünstigen Schädlinge. Daher entfernt man diese komplett bis zur Austriebsstelle vom nächst größeren Zweig.

Rosentriebe anhand der Augen schneiden

Den Formschnitt einer Rose macht man deshalb imAugen bei Rosen Frühjahr, weil dann bereits die sogenannten Augen zu erkennen sind. Dabei handelt es sich um die Stellen, an denen eine Rose austreiben kann und neue Triebe entwickelt. Eine Rose treibt immer an den Stellen aus, an denen sich die Blattknoten befinden. Diese sogenannten Augen werden rosa bis rötlich bevor sich ein Trieb entwickelt und auch Blätter austreiben. Die Augen zählt man von unten an und schaut sich diese genau aus, denn es gibt Augen die nach innen und nach außen zeigen. Wir möchten eine Rose an der Stelle schneiden, bei der das Auge nach außen zeigt um wie beim Formschnitt bereits erklärt einen gesunden Wuchs zu erreichen.

Formschnitt RoseDie ideale Schnitthöhe liegt bei 3 – 5 Augen. Damit ist gemeint, dass vom Boden an mindestens 3 Augen stehen bleiben sollten. In der Höhe können starke Triebe auch etwas höher geschnitten werden, ob es hier 5 oder 6 Augen sind, ist nicht so sehr relevant. Entscheidend ist es, sich ein Auge auszusuchen, das nach außen zeigt. Denn hier entsteht wie nun gelernt ein neuer Trieb. Die Grundregel ist, dass etwa einen halben Zentimeter über dem gewünschten Auge geschnitten werden muss. Die Schnittkante sollte sauber und leicht schräg nach innen zum Rosenstamm geneigt sein. Verwenden Sie bitte immer scharfes und sauberes Werkzeug um Krankheiten und Schädlinge an der Schnittstelle zu vermeiden.

Wer die wenigen Grundregeln kennt und weiß, an welchen Stellen eine Rose austreiben kann, der versteht wie einfach der Schnitt einer Rose eigentlich ist. Probieren Sie es aus und nutzen Sie diese Tipps, um ein gesundes und starkes Wachstum mit kräftigen Blüten zu erreichen. Im zweiten Teil geben wir Ihnen praktische Tipps zum Pflanzen neuer Rosenstöcke.

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Die ideale Rasenpflege für die neue Gartensaison

In der neuen Gartensaison möchten Sie sich über einen mindestens so schönen Rasen wie im vergangen Jahr erfreuen. Doch wenn man sich bewusst die Rasenfläche und die Grasnarbe anschaut, werden Sie einige Spuren des letzten Winters feststellen. Es ist nun höchste Zeit um Ihrem Rasen die benötigte Pflege zu geben, damit die Rasenfläche wieder satt grün und dicht werden kann.

Der erste Schritt ist zunächst das Gras auf eine einheitliche Höhe zu schneiden, dazu stellen Sie Ihren Rasenmäher auf eine mittlere Schnitthöhe ein. Sofern Sie den Rasen vor dem Winter noch relativ kurz geschnitten haben, kann darauf auch unter Umständen verzichtet werden. Es kommt entscheidend darauf an, ob und wie hoch die Graspflanzen inzwischen gewachsen sind. Insbesondere der das Vertikutieren der Grasnarbe darf nur bei kurz geschnittenem Rasen erfolgen, ansonsten würden gesunde Graspflanzen mit heraus gerissen werden.

Den Rasen belüften und vertikutieren

GrasnarbeÜber den Winter hat der Rasen gelitten und Moos, Farne und andere Pflanzen breiten sich im Rasen vermehrt aus. Dagegen hilft nur ein gründliches vertikutieren der Rasenfläche. Dazu eignen sich sowohl Handvertikutierer als auch elektrische Vertikutierer. Zum mechanischen Entfernen von insbesondere Moos ist auch eine Eisenharke geeignet. Beim stärker beeinträchtigter Grasnarbe empfiehlt sich aber ein elektrischer Vertikutiert. Diese werden wie ein Rasenmäher langsam auf der Rasenfläche auf und ab bewegt. Dabei werden der Boden und die Rasenfläche belüftet und gleichzeitig von Unkraut, Moosen usw. befreit.

Die Ursache von Moos im Rasen bekämpfen

Das Entfernen von Moos alleine ist nicht ausreichend. Es sollten auch die Ursachen, die für den Moosbefall sorgen beseitigt werden. Die häufigste Ursache ist Nährstoffmangel im Boden. Daher sollten Sie jetzt zum April einen hochwertigen Rasendünger kaufen und gleichmäßig auf Ihrer Rasenfläche verteilen und einarbeiten. Es empfiehlt sich auch regelmäßig etwa alle 2-3 Monate Nährstoffe dem Boden zuzuführen. Damit stärken Sie die Grasnarbe und neues Unkraut und Moos wird damit nachhaltig beseitigt. Geben Sie mindestens ein bis zweimal jährlich in ausreichender Menge die benötigten Nährstoffe dem Boden. Damit stärken Sie auch den pH-Wert und die Ausbreitung von Moos über die nächste Herbst- und Winterzeit wird reduziert.

Den Boden verbessern

kräftiger RasenBei einem sehr lehmigen, feuchten Boden können Sie diesen durch das Auftragen von Sand verbessern. Dazu eignet sich handelsüblicher Bausand, den Sie in einer Schicht von 2-3 Zentimetern verteilt auf dem Rasen auftragen. Wiederholen Sie dies in jedem Frühjahr und Sie werden nach und nach eine deutliche Verbesserung feststellen. Durch den aufgetragenen Sand wird der Boden verbessert, die Wasserdurchlässigkeit wird wieder gewährleistet und nach drei bis fünf Jahren werden Sie kaum noch Moosbildung feststellen. Ein weiterer Praxistipp ist es, Komposterde in einer dünnen Schicht auf die Grasnarbe aufzutragen. Die Komposterde verbessert die Durchlässigkeit des Bodens und düngt gleichzeitig auf natürliche Weise.

Den Rasen nachsähen

Nach dem Wintern und auch nach dem Vertikutieren wird es einzelne Stellen geben, an denen die Grasnarbe nicht mehr geschlossen ist. Hier sollten Sie unbedingt mit einer hochwertigen Rasenmischung nachsähen. Verwenden Sie dazu bitte keine Billigmischung. Die im Handel oftmals angebotene Mischung unter der Bezeichnung „Berliner Tiergarten“ ist nicht empfehlenswert. Meist handelt es sich dabei um Futtergräser, nicht um speziell für einen dichten Rasen geeigneten Rasengräser. Ein teureres Produkt wächst deutlich mehr in die Breite und gibt Unkraut weniger Möglichkeiten um sich in der Rasenfläche auszubreiten. Es ist daher absolut empfehlenswert beim Rasensamen grundsätzlich etwas mehr Geld auszugeben.

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Den Garten für den Frühling vorbereiten

Nachdem der letzte Schnee weggetaut ist und warme Temperaturen den Frühling einläuten, sind einige Arbeiten jetzt im Garten unbedingt erforderlich. Wir fassen für Sie die wichtigsten Handgriffe und Schritte zum Beginn der Gartensaison aus.

Sträucher zurück schneiden

Garten im Früling

Viele Herbstblüher und Sträucher, die man erst nach dem Winter zurück schneidet, müssen spätestens jetzt ausgeputzt werden. Ein Beispiel dafür sind Hortensien, deren verblühten und über den Winter braun gewordenen Blütenkelche großzügig zurück geschnitten werden. Meist sieht man jetzt bereits die ersten Knospen im Holz der Sträucher und schneidet dann idealerweise kurz darüber ab. Dadurch treiben die Knospen stark aus und man kann gleichzeitig einen Formschnitt machen. Einige Sträucher werden auch bodennah zurück geschnitten. Ein Beispiel dafür sind Anemonen. Man erkennt dies daran, wie das Holz aussieht. Eine Grundregel lautet dabei, gesundes Holz lässt man stehen, komplett braun gewordene Stile werden bis zum Boden abgeschnitten.

Rosen auf Frostschäden untersuchen

Rosen werden im Herbst eingekürzt und sollten jetzt nach dem harten Frost nochmals genauer betrachtet werden. Trotz dem weit verbreiteten Anhäufeln mit Erde oder Abdecken mit Tannenzweigen oder Reisig, bleiben bei harten Wintern oftmals Frostschäden zurück. Sie erkennen diese an dunklen Stellen im Holz. Schneiden Sie solche Triebe soweit zurück, bis nur noch gesundes grünes Holz übrig bleibt. Sind einzelne Nebentriebe komplett dunkel oder grau, entfernen Sie diese vollständig. Diese von Frostschäden betroffenen Triebe würden nicht oder nur noch sehr schwach austreiben und hindern den gesamten Rosenstock am Wachstum. Durch den zweiten Rückschnitt im Frühling regen Sie die Pflanze gleichzeitig an, wieder kräftig neu auszutreiben.

Flächen von Laub und Ästen befreien

FrühlingsblüherAlle Flächen im Garten wie den Rasen, Beete oder kleine Gemüsefelder sollten nun vom Laub befreit werden. Über den Winter haben Sturm und Schnee häufig auch kleine Äste oder Zapfen im Garten verstreut. Beim Bearbeiten mit einer Harke werden Sie einen kleinen Berg an Reisig zusammen rächen. Auch angelegte Wege und Zierbereiche sollten sorgfältig und gründlich gesäubert werden. Durch das Entfernen sorgen Sie für eine optimale Zirkulation des Bodens nach dem Winter und Triebe können ungehindert mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen aus dem Erdreich treiben. Beim Abharken von Rasenflächen achten Sie auf unerwünschtes Unkraut, das auch in der kalten Jahreszeit kleinste Pflanzen in der Rasenfläche hervorbringt und mit der Wurzel gleich entfernt werden sollte.

Unkraut entfernen aus Ritzen von Steinen und Wegesrändern

Beugen Sie auch dem Unkraut auf der Terrasse und dem Garten vor, das sich meist in den kleinsten Ritzen ausbreitet. Insbesondere Spalten und Fugen zwischen den Terassensteinen oder auch an Wegesrändern sollten nun zum Frühjahr von einzelnen unerwünschten Grasbüschen und Unkraut befreit werden. Dazu empfiehlt sich ein handelsübliches Küchenmesser oder ein spezielles Werkzeug aus dem Baumarkt zur Unkrautentfernung in Fugen. Alternativ gibt es auch spezielle Abflämmgeräte im Handel. Dabei wird mit Gas und einer Flamme das Unkraut in den Fugen abgebrannt. Ob mechanisch oder mit speziellen Hilfsmitteln, beugen Sie jetzt vor und wiederholen Sie diese Anwendung alle paar Wochen erneut.

Die Terrasse säubern und Beläge entfernen

Über den Winter entsteht bei Terassensteinen ein dunkelgrauer bis grünlicher Belag. Dabei handelt es sich meist um Verwitterung und bestimmte Moose und Algen. Diese entfernen Sie mit einem groben Besen und einem speziell im Fachhandel erhältlichen Grünbelag-Entferner. Dieser wird in der Regel mit einer Gießkanne aufgetragen. Das Mittel muss eine bestimmte Zeit einwirken und vernichtet diese Moose und Algen selbstständig. Danach wird je nach Herstellerangabe das Mittel meist mit Wasser und einem groben Besen abgewaschen. Die Prozedur sollte mindestens einmal jährlich erfolgen.

Mit diesen praktischen Tipps machen Sie mit wenigen Handgriffen Ihren Garten bereit für den Frühling. Machen Sie diese Arbeiten am besten an sonnigen Tagen und genießen Sie die ersten angenehmen Sonnenstunden nach der kalten Jahreszeit.

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Bei Minustemperaturen die heimischen Vögel im Garten füttern

Der Februar war dieses Jahr nicht nur gefühlt sondern auch meteorologisch betrachtet kalter als im Durchschnitt. Das spüren mit den anhaltenden Minustemperaturen auch die heimischen Vögel wie Amseln, Finken oder Meisen. Betroffen sind nicht nur die kleinen Singvögel sondern auch größere Vögel wie Eichelhäher, Elster oder Specht, die nun auf ausgelegtes Vogelfutter und eine Zufütterung durch den Menschen angewiesen sind.

Füttern bitte nur bei frostigen Temperaturen

Vögel im Garten fütternDas Füttern von Vögeln ist bei vielen Hausbesitzern und Gartenbesitzern sehr beliebt um die Tiere durch eine bleibende Futterstelle zu gewöhnen, damit anzulocken und aus nächster Nähe beobachten zu können. Als Tierfreund sollten Sie die Regel beachten nur in der Not der Tiere zuzufüttern. Vögel sind nur bei Temperaturen von dauerhaft unter -5 Grad Celsius und / oder viel Schnee darauf angewiesen.  Daher sollten Sie nur dann Futter auslegen, wenn es wirklich kalte Tage sind und es Dauerfrost gibt. Wir raten davon ab bei warmen Temperaturen zusätzlich Futter auszulegen, der Boden ist aufgetaut und der natürliche Instinkt der Tiere nach Futter zu suchen, sollte erhalten bleiben. Sofern Sie unbedingt auch bei Plusgraden im Winter etwas Futter auslegen möchten, bitte nur sehr geringe Mengen geben. Dadurch werden die Tiere nicht satt und werden dennoch angelockt. Dadurch können Vögel auf der Terrasse oder im Garten beobachtet werden.

Vögel gewöhnen und verlassen sich auf die Futterstelle

Es ist sehr wichtig zu beachten, dass sich Vögel an Futterstellen gewöhnen und sich sprichwörtlich darauf verlassen. Wer im Winter vorhat für mehrere Wochen in den Skiurlaub zu fahren, beginnt am besten erst gar nicht damit in der Zeit davor die Vögel anzufüttern. Gerade durch diese Gewöhnung der Tiere ist es sehr wichtig gewissenhaft zu füttern. Es empfiehlt sich nur kleinere Mengen auszulegen. Die ideale Zeit zum Füttern ist am Morgen und vor Einbruch der Dämmerung. Über Nacht verlieren die Vögel im Winter bis zu Dreiviertel Ihrer Energie und sind morgens auf Futter angewiesen. Der Grundsatz nur wenig Futter auszulegen ist auch aus hygienischen Gründen sehr wichtig. Die Futterstelle und das Futter selbst sollten keinesfalls verunreinigt werden und mit Vogelkot in Berührung kommen.

Sauberkeit und Hygiene beim Futter ist sehr wichtig

Das Vogelhaus oder die Futterstelle muss auch bei niedrigen Temperaturen sauber gehalten werden. Reinigen Sie die Futterstelle regelmäßig mit heißem Wasser und tragen Sie dabei Handschuhe. Sofern Sie einen toten Vogel in der Nähe einer Futterstelle entdecken sollten, ist diese sofort zu desinfizieren. Auch im Winter können sich über eine Futterstelle Krankheitserreger ausbreiten. Das wird besonders bei mildern Temperaturen weiter begünstigt, weshalb wir nochmals an den Grundsatz erinnern nur in der Not bei dauerhaft Frost zu füttern. Um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, können Sie Futterspender verwenden. Diese werden auch als sogenannte Futtersilos bezeichnet. Damit wird vermieden, dass Vögel im Futter herumlaufen können und dieses selbst verunreinigen.

Dieses Futter eignet sich für Körnerfresser und Weichfutterfresser

FutterstelleAls Futter geeignet sind verschiedene Körner und auch Weichfutter. Man unterscheidet bei den Vögeln Körnerfresser wie z.B. Finken oder Meisen und die Weichfutterfresser wie z.B. Amseln oder auch Rotkelchen. Für die Körnerfressen sind als Körnerfutter Sonnenblumenkerne hervorragend geeignet. Es gibt aber auch spezielle Freiland-Futtermischungen im Handel. Für die Weichfutterfresser empfiehlt sich klein geschnittenes Obst wie Äpfel oder auch Getrocknetes wie Rosinen. Auch Haferflocken sind als Alternative möglich. Wichtig ist es darauf zu achten, dass insbesondere frisches Futter nicht verdirbt. Das passiert unter Einfluss von Feuchtigkeit, Regen oder Tau besonders schnell. Entfernen Sie bitte alte Futterreste vollständig, bevor Sie neues Futter auslegen.

Der ideale Standort für den Futterspender im Garten

Wählen Sie den Standort für die Futterstelle möglichst mit Bedacht aus. Das gilt unabhängig davon, ob Sie sich für ein Vogelhaus entscheiden oder eine Futterstelle selbst bauen. Der ideale Standort für einen Futterspender ist etwas erhöht, um Katzen oder Nagetiere vom Futter fernzuhalten. Sofern Sie die Vögel beobachten möchten, wählen Sie einen Platz in Sichtweite Ihrer Fenster.

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Bäume und Sträucher im Februar zurück schneiden und pflegen

Ein regelmäßiger Rückschnitt vom Bäumen und Sträuchern sieht nicht nur ordentlich aus, sondern sorgt auch für gesundes und kräftiges Wachstum. Jetzt im Februar ist gerade für Bäume der ideale Zeitpunkt für einen Rückschnitt. Dabei dürfen sogar stärkere Triebe geschnitten werden und ein Auslichten ist möglich. Jetzt im Winter vertragen dies Bäume und Sträucher deutlich besser als im Herbst oder gar während des Wachstumsphase über den Frühling oder Sommer.

Die Grundregel im Garten, auch im Februar:

KübelpflanzeKübelpflanzen, Sträucher und auch Bäume sollten niemals vollständig austrocknen. Gerade in kalten Wintern ist es oftmals (zu) trocken und ein Gießen ist unvermeidlich. Insbesondere empfindlichere Pflanzen, die viel Feuchtigkeit und Wasser benötigen müssen Sie besonders beachten. Dazu zählen unter anderem Rhododendren und Koniferen aber auch Buchsbäume. Es empfiehlt sicht regelmäßig zu gießen und nicht zu viel auf einmal, es könnte sonst im kalten Boden einfrieren und nicht zur Pflanze und den Wurzeln gelangen. Wichtig ist auch nur an frostfreien Tagen zu gießen und selbstverständlich nur bei trockener Witterung. Hat es zuvor bereits ausreichend geregnet ist zusätzliches Gießen nicht erforderlich.

Verblühte Blüten und vertrocknete Blätter entfernen:

Bei Winterblühern sollten wie auch im sonstigen Gartenjahr alle verblühten Blüten entfernt werden. Dies gilt insbesondere auch für Herbstblüher. Spätestens jetzt sollten verstorbene Blütenteile, die durch den Frost braun geworden sind abgeschnitten und entsorgt werden. Vor allem Sträucher werden dies mit einem kräftigeren Neuaustrieb danken. Auch vertrocknete Blätter, welck gewordene Pflanzenteile sollten mit einer Schere entfernt werden. Bei Obstbäumen müssen eingetrocknete Früchte entfernt werden. Damit beugen Sie im Übrigen auch Schädlingen und Pflanzenkrankheiten vor.

Rückschnitt an anhaltend frostfreien Tagen:

Sträucher schneidenGrundsätzlich ist jetzt im Februar der ideale und richtige Zeitpunkt zum Zurück schneiden der meisten Baumarten und vieler Sträucher. Sie sollten dabei jedoch beachten, dass man dazu frostfreie Tage auswählen sollte. Schnee ist kein Hinderungsgrund, zu starker Frost würde den Pflanzen jedoch zu schaffen machen. Daher gilt die einfache Regel, wählen Sie eine Periode aus an der es durchweg Temperaturen im Plusbereich hat. Je nachdem ob Sie nur einen Pflegeschnitt oder Verjüngungsschnitt beabsichtigen, schneidet man unterschiedlich weit und intensiv zurück.

– Pflegeschnitt:

Bei einem Pflegeschnitt werden vor allem abgestorbene Pflanzenteile, verfärbte oder krankte Gehölze entfernt. Dabei sollte man auch auf eine ausreichende Auslichtung achten. Sind Pflanzenteile zu eng aneinander gewachsen, sollte ein Teil entfernt werden, damit genügend Licht auch in untere und innere Pflanzenteile gelangen kann. Das gilt gleichermaßen für Sträucher und auch Bäume. Bei Bäumen sollte man zusätzlich darauf achten, dass Äste und Zweige die nach innen wachsen – also in Richtung des Stamms – vollständig vom Austrieb an abgeschnitten werden. Diese Äste würden den Baum bei einem gesunden Wuchs über kurz oder lang einschränken.

– Verjüngungsschnitt:

RückschnittBei einem Verjüngungsschnitt werden weit verzweigte Pflanzenteile bis auf eine der ersten Haupttriebe eingekürzt. Einen Verjüngungsschnitt macht man vor allem bei Blütensträuchern und Sommerblühern wie z.B. Forsythien, Jasmin, Sommerflieder, Hortensien usw. Es empfiehlt sich hier mindestens alle 3 Jahre einen stärken Verjüngungsschnitt zu machen. Wenn dies nicht geschieht, fällt die Blütenkrone immer weiter auseinander und die Blütenpracht geht von Jahr zu Jahr weiter zurück. Beim Verjüngungsschnitt werden je nach Größe des Strauchs die Haupttriebe auf etwa 50cm eingekürzt, je nachdem auch noch etwas weiter zurück. Die inneren Äste belässt man etwas länger als die äußern Äste um die natürliche Form des Strauchs zu erhalten.

Im Frühling treiben aus diesen Haupttrieben im alten Holz sogenannte schlafende Augen – das sind austriebsfähige Stellen – erneut aus. Es werden zahlreiche neue Triebe austreiben, die im darauf folgenden Herbst bzw. Frühjahr auf etwa zwei Drittel erneut eingekürzt werden, um die Krone neu aufzubauen. Wichtig: Lassen Sie bei jedem Rückschnitt immer nur die starken und kräftigen Triebe stehen und schneiden Sie kleinere, schwache Äste sehr stark ein oder entfernen Sie diese komplett. Dadurch haben Sie mit dem Verjüngungsschnitt mit etwas Geduld wieder gesunde, kräftige Sträucher mit starkem Blütenwachstum.

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Gartenplanung und Design für das Frühjahr und den Sommer 2018

Gartenplanung Jetzt im Winter ist es die ideale Zeit um den ruhenden Garten zu nutzen und sich Gedanken zu machen um die nächste Saison mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten zu verschönern. Es gibt die Möglichkeit mit kreativen Ideen den eigenen Garten umzugestalten. Dafür müssen Sie noch nicht einmal etwas ausgeben, denn auch ohne Geld und nur mit etwas Zeit – und Körpereinsatz lassen sich erstaunliche Ergebnisse erreichen. Je nach Vorhaben und Budget lohnt es sich etwas zusätzliches Geld auszugeben um mit neuen Materialen und Formen den „Look and Feel“ und somit auch den Wohlfühlfaktor im eigenen zu Hause und dem angrenzenden Garten nachhaltig zu steigern.

Tipp 1: Ein Stift und Papier und eine grobe Skizze stehen am Anfang

Bleistift Papier SkizzeEs gibt diverse Hilfsmittel, wie z.B. Bücher und sogar Computerprogramme um den Garten zu planen und zu verschönern. Doch derart aufwändig und kompliziert muss es gar nicht sein. Nehmen Sie sich ein Stück Papier und einen Bleistift und skizzieren Sie den Garten einmal grob. Dazu müssen Sie keine Maßstäbe beachten oder vorher etwas vermessen. Es genügt Ihren Garten mit den wichtigsten Inhalten wie z.B. Rasenflächen, Beeten, Anbauflächen für Gemüse oder Obst in das Verhältnis zu setzen. Dafür brauchen Sie keine zehn Minuten. Falls Sie doch länger daran sitzen sollten, dann fangen See von vorne und denken Sie an die Montagsmaler (Fernsehshow der 70er und 80er Jahre, bei der man mit einem Stift in wenig Zeit Begriffe skizzieren musste). Es ist vollkommen ausreichend, wenn Sie erkennen und wissen, was auf Ihrem Papier festgehalten wurde.

Tipp 2: Gartenplanung leicht gemacht mit Bleistift und Radiergummi

Interessant wird es nun, wenn Sie beginnen Ihren Garten als großes Ganzes zu betrachten. Sie sind in diesem Moment der Schöpfer und können kreativ sein. Was wollten Sie schon immer einmal haben? Wir geben mal einige Beispiele und Ideen, die Sie sich visualisieren und in Ihrem Garten vorstellen können. Wie wäre es mit einer Gartenbank, einem Teich, einer Brücke über einen Wasserlauf, eine Windmühle, einen Brunnen oder einen Weg? Auch ein kleiner Teil Ihres Gartens zum Anpflanzen von Obst oder Gemüse – sofern Sie dies bislang noch nicht haben – ist ideal dafür um es einmal mit Ihrem Stif zu Papier zu bringen. Überlegen Sie, wo Sie die jeweiligen Objekte und Bereiche in Ihrem Garten gerne hätten, skizieren Sie diese und korrigieren Sie nötigenfalls mit dem Bleistift.

Extratipp: Basteln Sie sich Ihren Traumgarten mit Objekten aus Papier

Gartenobjekte mit der SchereWenn Sie gerne mit Schere und Papier umgehen, kreativ sind und gerne basteln ist dieser Extratipp für Sie die ideale Ergänzung. Sie können einzelne Objekte wie z.B. eine Gartenbank auf ein Stück Papier oder Pappe zeichnen, ausschneiden und dann wie ein Puzzlestück frei in Ihrer Skizze des Gartens platzieren. Besonders interessant ist diese Vorgehensweise deshalb, weil man die Position und Anordnung der verschiedenen Bereiche jederzeit verschieben kann. Der Radiergummi wird dadurch zum verzichtbaren Hilfsmittel, verwenden Sie stattdessen Tesafilm nachdem Sie sich für eine Anordnung entschieden haben. Sie haben nun eine Skizze mit den verschiedenen Bereichen und Objekten Ihres Gartens fertig gestellt.

Tipp 3: Wege und Pfade im Garten geben eine Struktur und verknüpfen Ihre Ideen

GartenwegEs ist ganz egal welches Vorhaben Sie in Ihrem Garten zum Frühjahr oder Sommer umsetzen möchten, Sie sollten unbedingt daran denken, wie man dorthin gelangt. Selbstverständlich können Sie einfach dorthin laufen, quer über den Rasen oder Ihre Gartenflächen, doch das ist nicht gemeint. Stellen Sie sich vor Sie laufen über einem frisch angelegten Gartenweg zur neuen Parkbank. Das ist nicht nur eine wundervolle Vorstellung, sondern sieht auch optisch in jedem Garten sehr ansprechend aus. Mit Pfaden und Wegen sorgen Sie für die ideale Verbindung verschiedener Bereiche im Garten. Besonders pfiffig wirkt dies, wenn Sie dabei nicht zu exakt und gerade vorgehen. Haben Sie den Mut für Biegungen, im wahrsten Sinn für verschlungene Wege oder auch Weggabelungen.

Einen Weg können Sie mit einfachsten Mitteln anlegen, z.B. mit Kies und einer Randbegrenzung. Wegen aus Kies sollten mit einer Schicht aus Frostschutzkies, Schotter, einem Unkrautflies und dem eigentlichen Kiesmaterial aufgebaut werden. Zu den Seiten benötigen Sie eine Randbegrenzung, damit sich das Material nicht im Garten verteilt. Sie können Findlinge aus oder Natur verwenden oder spezielle Rasenkantensteine oder Steine zur Einfriedung aus dem Baumarkt oder Baustoffhandel. Im Rasen können optische Pfade mit Trittsteinen angelegt werden, die es in verschiedenen Farben wie anthrazit, braun, sandfarben oder sogar in Holzoptik zu kaufen gibt. Diese Trittsteine werden lediglich eingegraben und erfordern keinerlei handwerkliches Geschick um diese zu setzen.

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Den Weihnachtsbaum im Garten nützlich einsetzen

Weihnachtsbaum im Garten weiterverwendenIn vielen Wohnzimmern hat über die Weihnachtszeit eine Fichte oder Tanne als Weihnachtsbaum eine besinnliche Zeit eingeläutet und die Feiertage verbracht. Bevor die Tanne arglos entsorgt wird und an den Straßenrand gestellt oder eine kommunale Sammelstelle gebracht wird, haben wir einige praktische Tipps zur weiteren Verwendung im Garten. Jeder Gartenbesitzer kennt Tannengrün als Zierde oder Schutz vor Kälte im Winter. Daher bietet sich eine zweite Verwendung des Weihnachtsbaumes im Garten geradezu an.

Traditionell wird je nach Region zwischen Silvester und Neujahr oder de Heilige Drei Könige Feiertag am 06. Januar der Weihnachtsbaum abgeschmückt. Wer einen eigenen Garten hat, der sollte sich die nachfolgenden Möglichkeiten einmal genauer anschauen und erst dann entscheiden, ob der Weihnachtsbaum wirklich sofort entsorgt werden sollte. Sie werden möglicherweise sogar staunen, welchen vielfältigen Nutzen das Tannengrün noch haben kann.

Ein wertvoller natürlicher Frostschutz

Tannen- oder Fichtenzweige sind ein geeignetes Mittel um Pflanzen und Stauden aller Art damit abzudecken. In vielen Wintern wird und wurde es erst im Januar so richtig kalt, da kommt eine zusätzliche „Decke“ für Ihre Pflanzen gerade recht. Die Zweige eignen sich auch hervorragend zum Abdecken des Komposts oder von Beeten. Haben Sie im Herbst Frühjahrsblüher gesteckt und es sind bereits erste Knospen im Garten zu sehen? Auch hier sind die Weihnachtsbaumzweige ideal zum Abdecken und Schützen vor frostigen Temperaturen. Die Zweige bieten einen natürlichen Frostschutz, der beständig ist und trotzdem noch für Zirkulation am Pflanzstock und den Wurzelballen sorgt. Die Zweige wärmen und schützen und geben den Pflanzen genügend Freiraum um dabei trotzdem nicht zu schwitzen. Letzteres passiert häufig bei Abdecken aus Kunststoff wie Folien oder ähnlichem, was jeden Krankheiten im Frühjahr begünstigt und daher vermieden werden sollte.

Austrocknen im Garten verhindern

Reisig zum Abdecken im GartenHäufig sind gerade sehr kalte Winter insgesamt zu trocken und es mangelt an Regen. Daher leiden viele Pflanzen nicht primär unter der Kälte sondern der Trockenheit. An immergrünen Pflanzen und Hecken kann man dies besonders gut beobachten, denn was viele fälschlich als Frost- oder Kälteschaden bezeichnen ist Wassermangel. Die meisten Pflanzen im Garten erfrieren nicht, sondern leiden unter der Trockenheit des gefrorenen Bodens. Um dies zu verhindern und dem Verdunsten vorzubeugen, sind Weihnachtsbaumzweige ein idealer Schutz vor dem Austrocknen. Mehrere Zweige übereinander gelegt werden zu Reisig, der den ganzen Winter um die Pflanzen verbleibt und erst im Frühjahr entfernt wird.

Der Boden kann wieder Wasser aufnehmen

Die Funktionsweise und das Prinzip dieser Schicht aus Reisig ist denkbar einfach und effektiv zugleich. Der abgedeckte Boden um die Pflanzen ist frostgeschützt. Dadurch kann er wieder Wasser aufnehmen, das durch die Zweige durchdringt. Somit werden selbst die wenigen Regenmengen im Winter von den Wurzeln deutlich effektiver aufgenommen. Reisig ist daher der natürlichste Schutz vor Braunverfärbungen an Koniferen, Thuja, Kirschlorbeer und vielen weiteren immergrünen Pflanzen. Legen Sie die Tannen- oder Fichtenzweige an Koniferen Sträuchern oder Hecken und Sie werden deutlich weniger braune Stellen im nächsten Frühjahr feststellen.

Unterschlupf für Tiere im Garten

Ausgelegte Weihnachtsbaumzweige erfreuen nicht nur Ihre Pflanzen, gerade auch Tiere und kleinste Lebewesen sind auf solche Naturmaterialien angewiesen. Die im Garten von Ihnen ausgelegten Tannen- oder Fichtenzweige bieten vielen kleineren Tieren einen Unterschlupf. Dieser Tipp ist für Naturliebhaber einer der wertvollsten. So kann jeder einzelne Gartenbesitzer mit wenigen Handgriffen etwas für das ökologische Gleichgewicht tun. Mit Naturmaterialien stärken Sie die Artenvielfalt im Garten und spätestens im nächsten Frühjahr und Sommern werden Sie das ein oder andere Insekt, einen selteneren Käfer oder Schmetterling häufiger finden können.

Vielfältige Tipps und Möglichkeiten, Tipp: lediglich den Stamm entsorgen

Allen Möglichkeiten und Tipps zugleich ist, dass vor allem die Zweige des Weihnachtsbaums ideal zur weiteren Verwendung im Garten sind. Daher empfiehlt es sich mit einer Garten- oder Astschere die Zweige zu entfernen und den Stamm dann separat der kommunalen Entsorgung zukommen zu lassen. Der Stamm des Weihnachtsbaumes verrottet nicht im Kompost. Daher hier rechtzeitig daran denken diesen bis zum Abholtermin an den Straßenrand zu legen oder den Sammelstellen zukommen zu lassen. Haben Sie einen Kamin? Dann wäre noch eine Möglichkeit den Stamm zu zersägen und diesen im Kamin zu verfeuern.

Extratipp: Einen Weihnachtsbaum im Topf in den Garten pflanzen

Weihnachtsbaum mit Wurzeln pflanzenHaben Sie sich vor Weihnachten für einen eingepflanzten Weihnachtsbaum im Topf entschieden? Es ist möglich diesen in den Garten zu pflanzen, allerdings klappt dies nicht immer. Der eingepflanzte Baum war über Tage oder sogar Wochen den warmen Temperaturen und der Heizungsluft im Haus ausgesetzt. Jetzt muss er langsam wieder an kältere Temperaturen gewöhnt werden. Das klappt z.B., wenn dieser über einige Tage in einen nicht beheizten Wintergarten gestellt wird oder ein kühles Treppenhaus. Danach an eine geschützte Hauswand und schließlich in den nicht gefrorenen Boden im Garten.

Aus Erfahrung können wir allerdings sagen, dass nicht jeder Weihnachtsbaum im Topf die Qualität hat um weiter wurzeln zu bilden. Häufig werden gerade bei Baumarktwaren die Weihnachtsbäume maschinell aus dem Boden gerissen und in minderwertige Erde gesetzt. Der Pflanzkübel sorgt hier im besten Fall dafür, dass der Baum nicht zu sehr nadelt. Ein Weiterwachsen im Garten wird selbst bei der besten Pflege allerdings schwierig. Wenn der gepflanzte Weihnachtsbaum nicht anwächst, können Sie die Zweige wie in unseren Tipps oben immer noch als Frostschutz verwenden.

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